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Ein guter Tag für die Notfallrettung und die Bevölkerung - Zweiter Ausbildungs-Jahrgang verabschiedet - Appell an Landespolitik

"Dieser Tag ist ein guter Tag nicht nur für das Rote Kreuz, sondern auch für die Menschen in unserem Land. Denn mit dieser nun zweiten Verabschiedung eines Ausbildungsganges zur Notfallsanitäterin oder zum Notfallsanitäter erhalten unsere DRK-Rettungswachen in Baden-Württemberg eine willkommene wertvolle und hochqualifizierte Verstärkung", konstatierte Wolfgang Breidbach, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Böblingen und Geschäftsführer der DRK-Rettungsdienst gGmbH im Landkreis Böblingen, bei einem Festakt in der Stadthalle Herrenberg.

Freuen sich gemeinsam über den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zur Notfallsanitäterin und zum Notfallsanitäter (von rechts): Wolfgang Breidbach, Metin Soylu, Kai Oelschlägel, Praxisanleiter Daniel Stafforst, Jasmin Hahn, Gerhard Fuchs, Praxisanleiter Andreas Riffel und Betriebsratsvorsitzender Michael Maier.

Appell an die Landespolitik: Wolfgang Breidbach.

127 junge Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter wurden dabei nach dreijähriger qualifizierter Ausbildung an der DRK-Landesschule Pfalzgrafenweiler und ihren DRK-Lehrrettungswachen in ihren zukünftigen Beruf im DRK-Rettungsdienst entlassen. Unter ihnen mit Jasmin Hahn, Metin Soylu und Kai Oelschägel auch drei Absolventen aus dem DRK-Kreisverband Böblingen. Metin Soylu und Kai Oelschlägel verstärken seit dem 1. Oktober die DRK-Rettungswache in Leonberg, während Jasmin Hahn abwechselnd in den DRK-Rettungswachen in Sindelfingen und Leonberg als Notfallsanitäterin tätig sein wird.

Wolfgang Breidbach, der auch Aufsichtsratsmitglied der DRK-Landesschule in Pfalzgrafenweiler ist, erinnerte in seinem Grusswort vor rund 500 Rotkreuz-Angehörigen und Gästen daran, daß der inzwischen aus dem Amt geschiedene Landesverbands-Präsident Dr. Lorenz Menz bei der Verabschiedung des ersten Absolventenjahrgangs im September 2017 die damals 44 Absolventen als Pioniere bezeichnet habe. Dies treffe auch auf die in der Herrenberger Stadthalle verabschiedeten 127 jungen Frauen und Männer zu. Sie hätten ebenfalls erfolgreich Neuland erkundet. Breidbach riet den angehenden Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern, vom Wissen ihrer erfahrenen Kolleginnen und Kollegen zu profitieren, auf ihr erworbenes Können und Wissen zu setzen und einen intensiven beruflichen Gedankenaustausch zu pflegen. Gleichzeitig könnten sie sicher sein, daß man sie nach belastenden Einsätzen "nicht allein im Regen" stehen lassen werde.

Wie zuvor schon Prof. Dr. Wolfgang Kramer, der Landesarzt des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg, plädierte Breidbach mit Nachdruck dafür,  daß die Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter auch all das anwenden dürften, was sie gelernt hätten. Fast fünf Jahre nach dem Inkrafttreten des Notfallsanitätergesetzes gebe es für die Notfallsanitäter immer noch keine landesweit einheitliche Regelung der Handlungskompetenzen im Hinblick auf invasive Maßnahmen im Notfalleinsatz. Thüringen habe hier inzwischen für klare Verhältnisse gesorgt. "Und was Thüringen schafft, müssen wir in Baden-Württemberg auch hinbekommen und Rechtssicherheit schaffen", forderte Wolfgang Breidbach und richtete einen entsprechenden Appell an die politisch Verantwortlichen im Land.

Den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen gratulierte Wolfgang Breidbach herzlich. Und den Dozenten der DRK-Landesschule sowie den Lehr-Rettungswachen sprach er ein Dankeschön für ihre Arbeit in den zurück liegenden drei Jahren aus.

"Die Notfallsanitäter-Ausbildung im DRK ist ein Erfolgsmodell und ich hoffe und wünsche, daß auch in den kommenden Jahren ebenso zahlenmässig große und starke Jahrgänge nachfolgen werden", sagte Breidbach abschliessend.

Im Oktober 2018 werden im DRK-Landesverband Baden-Württemberg 326 angehende Notfallsanitäter einen neuen Ausbildungsgang beginnen. Darunter auch sieben junge Menschen aus dem DRK-Kreisverband Böblingen. Gerhard Fuchs, Leiter des DRK-Rettungsdienstes im Landkreis Böblingen und Prokurist der DRK-Rettungsdienst gGmbH, zeigte sich zufrieden mit dieser Entwicklung. "Wir sind auf einem guten Weg." Im DRK-Kreisverband Böblingen schenke man schon seit Jahren der Ausbildung eines qualifizierten Nachwuchses für den Rettungsdienst ein ganz besonderes Augenmerk. Seit dem 1. Oktober 2018 verfügt der DRK-Rettungsdienst im Landkreis Böblingen mit den zehn neuen Auszubildenden über insgesamt über 25 junge Menschen, die den  Beruf einer Notfallsanitäterin oder eines Notfallsanitäters ergreifen möchten. Die Lehr-Rettungswachen in Sindelfingen und Leonberg seien bestens darauf vorbereitet. Nach den Worten von Gerhard Fuchs sind  im DRK-Rettungsdienst des Landkreises Böblingen - umgerechnet auf Vollzeitstellen - zur Zeit 148 Angehörige tätig.

1. October 2018 11:00 Uhr. Alter: 74 Tage