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Ein Leben für das Rote Kreuz

Hartmut Wollwinder in den Ruhestand verabschiedet – Schwäbisch-kernig

In fröhlicher und geselliger Runde sowie inmitten vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist Hartmut Wollwinder in den Ruhestand verabschiedet worden. Eine schwäbisch-kernige Persönlichkeit, direkt und zugleich herzlich – eben „vo d`r Alb ra“ wie er sich selbst immer wieder und natürlich auch bei seinem Abschied charakterisiert hat. Typisch für ihn sein Bekenntnis: „Wichtig war mir immer: Die da oben gehen nur so gut wie die unteren Rädchen.“ Auch Hartmut Wollwinders Vorfahren stammten – wie könnte es anders sein – „vo d´r Alb“. „deshalb weiß man“, wie Hartmut Wollwinder anmerkte, „daß dieser Menschenschlag kantig ist, jedoch immer die Menschen hinter der Sache sieht.“
Michael Steindorfner, Präsident des DRK-Kreisverbandes Böblingen, konnte sich diesen Einsichten in einer ebenfalls sehr humorvollen Abschiedsrede nur anschliessen. Fast 20 Jahre haben die beiden zusammen gearbeitet und deshalb konnte der Präsident dem Scheidenden auch bescheinigen, „ein Urgestein des Roten Kreuzes“ zu sein. Passend zur schönen und reizvollen zuweilen aber auch steinigen Alb - der rauhen Alb auf der anderen Seite eben, natürlich auch des Klimas wegen.
Michael Steindorfner erinnerte daran, daß Hartmut Wollwinder über 38 Jahre lang für das Rote Kreuz tätig war. „Ein Leben für das Rote Kreuz“, wie der Präsident in diesem Zusammenhang zu recht feststellte. Die längste Zeit davon, vom 1. Januar 1990 bis jetzt zu seinem Ausscheiden in den Ruhestand, hat Hartmut Wollwinder im DRK-Kreisverband Böblingen in führenden Positionen gewirkt.
Mit berechtigtem Stolz könne Hartmut Wollwinder auf das zurück blicken, was er für das Rote Kreuz geleistet habe, bescheinigte ihm Präsident Steindorfner. Seit 1970 im DRK ehrenamtlich tätig und am 1. Juli 1974 hauptamtlich als Rettungssanitäter in Tübingen in das Rote Kreuz eingetreten, kam er 1990 als Rettungsdienstleiter in den DRK-Kreisverband Böblingen. Gleichzeitig wurde er zum stellvertretenden Geschäftsführer berufen und war seit 2002 ständiger allgemeiner Vertreter des Kreisgeschäftsführers. Bei Gründung der hundertprozentigen Tochtergesellschaften des DRK-Kreisverbandes wurde Hartmut Wollwinder außerdem Geschäftsführer der Möbelhallen gGmbH, der Rettungsdienst gGmbH sowie der Service- und Krankentransport gGmbH. Auch hier zeichneten ihn nach den Worten von Michael Steindorfner neben überragender Fachkompetenz ein immenses persönliches Engagement aus. „Seine innere Überzeugung hat ihn dabei angetrieben“, sagte der Präsident. Und schob noch ein großes Kompliment nach: „Menschen mit Ecken und Kanten dienen bei derartigen Aufgaben, die alles andere als ein Honigschlecken sind, der Sache am besten.“ Deshalb habe er als Präsident des Kreisverbandes Wollwinders Offenheit und Meinungsfreudigkeit stets geschätzt.
Michael Steindorfner vergass auch nicht Hartmut Wollwinders bleibende Verdienste bei der Einführung des Rettungsdienst-Qualitätsmanagements, der Einführung und Umsetzung des Organisations-Leiters Rettungsdienst, der Leitenden Notärzte, der Helfer vor Ort-Gruppen sowie bei der Schaffung der Integrierten Leitstelle dankbar zu erwähnen. Besonders am Herzen sei ihm der Babynotarztwagen gelegen. Deshalb der Wunsch des Präsidenten: „Ich hoffe, daß Hartmut Wollwinder mit dem Roten Kreuz verbunden bleibt !“
Hartmut Wollwinder legte in seiner „Bilanz“ Wert auf die Feststellung, daß er allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein fairer Chef sein wollte. Er sei guten Mutes, daß das DRK-Schiff weiterhin sicheren Kurs halten werde.
Also: Adele, Herr Wollwinder, ond älles Guate em Ruheschtand ! Ond kommsch amol vo d´r Alb ra, bischt willkomma. Sell derfsch glauba.
-wh-

10. June 2013 12:00 Uhr. Alter: 4 Jahre