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DRK-Kreisvorsitzender Michael Steindorfner stellt klar

Bauliche Veränderungen an der Rettungswache in Leonberg wird es nicht geben und sind auch nicht nötig

Nach den Vorwürfen in der Öffentlichkeit über eine angeblich zu klein geratene Rettungswache in Leonberg stellt der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Böblingen, Michael Steindorfner, klar: An der neu gebauten Rettungswache in Leonberg wird es keine baulichen Veränderungen geben. Nach einer erneuten Besichtigung der Rettungswache durch den Vorsitzenden und den für den Rettungsdienst zuständigen Geschäftsführer Wolfgang Breidbach sowie den Betriebsleiter des DRK-Rettungsdienstes im Kreis Böblingen, Ernst Baldauf, halten die Verantwortlichen des Kreisverbandes bauliche Erweiterungen auch nicht für nötig.

Steindorfner hatte die Situation mit der angeblich zu kurz geratenen Rettungswache zuvor mit dem geschäftsführenden Kreisvorstand eingehend beraten. Man war übereinstimmend der Auffassung, dass die neu gebaute Rettungswache ihrer Funktion Rechnung trägt. Der DRK-Kreisverband hatte sich bei der Planung und Errichtung an die Förderrichtlinien halten müssen, die für einen Garagenplatz maximal sieben mal vier Meter vorsehen. Genau diese Maße wurden eingehalten und auch ausgeführt.

Die Rettungsfahrzeuge finden selbstverständlich in der Garage Platz. Natürlich wäre es wünschenswert gewesen, wenn vor und hinter dem Fahrzeug noch mehr Raum für die Mitarbeiter gewesen wäre. Nicht alle Wünsche lassen sich aber heute noch finanzieren. Die Notfallrettung ist durch die baulichen Gegebenheiten in keiner Weise beeinträchtigt. Zeitliche Verzögerungen ergeben sich durch die zugegebenermaßen beengten Verhältnisse nicht. Die Fahrzeuge, die beim Notfalleinsatz nicht von vorne und auch nicht von hinten, sondern von der Seite betreten werden, sind für die Mitarbeiter ohne irgendeinen Zeitverlust erreichbar. Weder vom Betriebsratsvorsitzenden noch von den Mitarbeitern wurden auch in der Bau- oder Planungsphase in irgendeiner Form diesbezüglich gegenüber dem Kreisvorstand Bedenken vorgebracht, obwohl sie über die Details informiert und in das Gesamtprojekt von Anfang an eingebunden waren. Die Pläne hingen auf der Rettungswache aus und waren für die Mitarbeiter einsehbar.

Der geschäftsführende Kreisvorstand hält es nicht für vertretbar, nun bauliche Veränderungen zu fordern, obwohl die Garage ihrer Funktionsbestimmung durchaus genügt. Dem Rettungsdienst fehlen schon seit langem die ausreichenden finanziellen Mittel für die Notfallrettung. Der Kreisverband hat bislang dieses Defizit getragen, um trotzdem eine optimale Notfallversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Zusätzliche Mittel für nicht zwingend notwendige bauliche Veränderungen auszugeben, sind in diesem Zusammenhang schlicht nicht zu verantworten, so Steindorfner.

Eine Art "Schildbürgerstreich" kann Michael Steindorfner in der Einhaltung von Förderrichtlinien und einem verantwortungsvollen Umgang mit den Finanzmitteln für den Rettungsdienst beim besten Willen nicht erkennen.

1. February 2010 20:45 Uhr. Alter: 8 Jahre